Die sechsjährige Mirijam Elisa Bloß und weitere Gäste lauschten den Erzählungen von Peter Jäkel über seinen Uhu Gimli.

Foto: Thomas Michel

Waldtag: Sogar der Uhu ist putzmunter 3500 Gäste bei Veranstaltung des Staatsbetriebs Sachsenforst – Aussteller geben neue Einblicke in den bekannten Lebensraum Langenbernsdorf.

 

Sie glauben, im Wald ist es schön still, und es duftet nach Holz, Harz und Boden? Nee, nee. Im Wald röhren die Kettensägen der Holzgestalter, und es duftet nach Rostern, Räucherfisch und Zuckerwatte. Jedenfalls ist das am Sonntag so gewesen, als rund 3500 Besucher der Einladung des Sachsenforsts gefolgt sind. Der Staatsbetrieb hatte auf dem Holzplatz in Langenbernsdorf den 9. Waldtag organisiert.

Die Veranstaltung wirbelte herkömmliche Vorstellungen vom Lebensraum Wald gehörig durcheinander. So lernten die Gäste, dass man Pilze nicht mühevoll suchen muss. Bei den Pilzberatern lagen die schmackhaften Früchte förmlich auf dem Präsentierteller. Allerdings nicht zum Essen – solche Exemplare gab es ein paar Meter weiter hinten. Die Prachtstücke der Berater dienten als Anschauungsmaterial.

Die zweite neue Erfahrung, die viele machten: Uhus sind keine Vögel der Nacht. Gimli, der Europäische Uhu von Peter Jäckel aus Brand-Erbisdorf, machte einen recht munteren, wenn auch mitunter etwas unwirschen Eindruck. Davon ließ sich sein Besitzer aber nicht beeindrucken. Geduldig beantwortete er die Fragen der Gäste, während sich der große Vogel streicheln ließ. Übrigens fasst sich so ein Uhu ziemlich weich an – falls Sie geglaubt hatten, die Federn müssten eher rau sein. Und falls Sie der Meinung sind, ein Falkner beschäftige sich den ganzen Tag mit seinen Tieren, irren Sie auch. Werkzeugmacher Jäschke und seine Frau arbeiten beide voll. „Der Rest der Zeit gehört aber den Vögeln. Die brauchen jeden Tag mindestens eine halbe Stunde persönliche Beschäftigung“, erklärte er seinen Zuhörern. Zu ihnen gehörte auch die sechsjährige Mirijam Elisa Bloß aus Königswalde. Die bestaunte den großen Vogel, ließ sich aber auch von anderen Angeboten rund um den Holzplatz mitreißen. „Ich habe Pferde gesehen, die einen Stamm gezogen haben“, berichtete das Mädchen, das gern in der Natur ist und sich auch ein bisschen auskennt. Dass Pferde rückwärts einparken können, dürfte ihr aber auch neu gewesen sein. Doch genau das gehört für die Rückepferde zur Arbeit. Damit haben sie manchen Frauen etwas voraus. Aber auch das ist nur so ein Klischee …

 

erschienen am 05.09.2010 ( Von Sara Thiel )

   

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